endogene Psychosen entsprechen zwar auch Hirnkrankheiten. Das organische Korrelat ist aber noch nicht identifiziert. Es gibt viele Hypothesen und Theorien dazu, aber leider keine wirklichen Beweise, so daß manche Kollegen eine reine Psychogenität favorisieren, ohne ihrerseits Beweise vorlegen zu können. Auch wenn die Genese dieser Psychosegruppe nicht entschieden ist, sind sie doch behandelbar und werden es immer besser. Die Verträglichkeit der hierfür notwendigen Medikamente wird immer besser, Spätfolgen werden immer seltener. Leider können diese innovativen und segensreichen Mittel nicht in dem notwendigen Ausmaß eingesetzt werden, da das Medikamentenbudget nicht ausreicht mit für den betroffenen Kranken unzumutbaren Konsequenzen für dessen Lebensqualität, die auch schon aus volkswirtschaftlichen Gründen nicht hinnehmbar sind, da die Folgekosten (vorzeitiges Herausfallen aus dem Arbeitsprozeß mit konsekutiven Hospitalisierungs- und Heimkosten z.B.)auf lange Sicht viel höher sind als die kurzfristigen Einsparungen. Zu dieser Psychosegruppe zählen
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Schizophrenien
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Schizoaffektive Psychosen
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Bipolare affektive Störungen, z.B. manisch-depressive Erkrankungen
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manche Formen von Depressionen
Der Behandlungsschwerpunkt liegt in einer individuellen Optimierung der psychopharmakologischen Therapie in Kombination mit stützender, am konkreten Problem orientierter, die verbleibenden Ressourcen fördernder Psychotherapie, oft unter Einbeziehung der Angehörigen, und mit Soziotherapie, d.h. unter Einbeziehung weiterer Helfer wie Sozialarbeiter (Psychosozialer Dienst), spezialisierten Rehabilitationseinrichtungen (Wichern-Institut), behindertengerechten Arbeits- und Beschäftigungsprogrammen (Wichern-Werkstätten), betreutem Wohnen, Tagesstätten und Heim.(St. Johannes)